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  • Suzan

Ein Blick auf Großbritannien - Frauen in den Wechseljahre in Unternehmen

Zum Thema Wechseljahre blicke ich gerne nach Großbritannien und beobachte die dortige Entwicklung zum Thema Menopause in Unternehmen. Hier entwickelt sich die Thematik in die richtige Richtung. Nun finden dort die weltweit ersten Menopause Friendly Employer Award statt.


Hier werden Firmen ausgezeichnet, die Ihr Unternehmen „menopause friendly“ zertifizieren. Das finde ich wunderbar. Damit soll erreicht werden, dass Frauen in den Wechseljahren – die am schnellsten wachsende Erwerbsbevölkerung - besser unterstützt werden. Zudem werben diese Unternehmen gerade im Zuge des Fachkräftemangels mit dieser Zertifizierung, neue, tolle ausgebildetet Fachkräfte zu finden.


Das Durchschnittsalter für eine Frau in den Wechseljahren beträgt 51 Jahre und ca. 8 von 10 sind erwerbstätig. Davon leiden ca. 75% unter Wechseljahres-Symptomen und ein Teil erwägt sogar, den Arbeitgeber zu wechseln oder etwas Eigenes zu machen.

Deshalb sollte das betriebliche Gesundheitsmanagement auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der persönlichen Ressourcen von Frauen in den Wechseljahren im Blick haben und offen darüber kommunizieren.


Der Vorteil für Arbeitgeber?

Frauen, die Unterstützung in dieser Zeit erfahren, sind produktiver, haben weniger Fehlzeiten und somit haben Unternehmen weniger Kosten durch Krankheitsbedingte Ausfälle und müssen auch keine neuen Mitarbeiter finden, wenn Frauen in dieser Lebensphase das Unternehmen verlassen.


Der Vorteil für Frauen? Sie können offen mit ihren Beschwerden oder den Wunsch nach Veränderung nachgehen sich weiterentwickeln und somit ohne Angst und Sorge um den Arbeitsplatz, mit den Vorgesetzten darüber reden.


Louise Minchin, Moderatorin des Awards sagt:

Es ist wichtig, am Arbeitsplatz konsequent über die Wechseljahre zu sprechen, denn diese Frauen, die in dieser Lebensphase sind, stehen im Mittelpunkt der Gesellschaft“, sagt Louise. „Sie stehen oft an der Spitze ihrer Karriere haben viel Erfahrung, die für ihren Arbeitgeber wertvoll ist, sind sie Schlüsselpersonen, die es zu halten gilt. Es wäre ein großer Verlust für ein Unternehmen, wenn diese erfahrenen Frauen das Gefühl hätten, sie müssten gehen oder weiterziehen: Arbeitgeber sollten nicht riskieren, Mitarbeiter zu verlieren, nur um ein paar einfache Änderungen vorzunehmen, die ihnen helfen, am Arbeitsplatz besser zurechtzukommen.“


Ich finde das wunderbar und ich wünsche mir, dass das Thema auch in Deutschland bei den Frauen und in Unternehmen präsenter wird.


Wie geht ihr mit dem Thema um? Wird in Euren Unternehmen darüber geredet? Gibt es Anlaufstellen oder Ansprechpartner?

Traut ihr Euch das Thema anzusprechen?


Viele Grüße

Suzan



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